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Unternehmeredition 5/2015 - Expertenumfrage

Mindestlohn, Rente mit 63 und Fachkräftemangel

| Unternehmeredition Personal, Strategie 201544 Personal Expertenumfrage Wir haben in der Regel keine Schwie- rigkeiten, offene Stellen zu besetzen. MARTINA SZAUTNER Leiterin Corporate Human Resources, Dachser SE Handelt es sich beim Fachkräftemangel um einen Mythos? Martina Szautner Leiterin Corporate Human Resources, Dachser SE Einen generellen Fachkräftemangel gibt es in Deutschland aus unserer Sicht nicht. Wir haben in der Regel keine Schwierigkeiten, offene Stellen adäquat zu besetzen. Es gibt aber ei- nige Berufe – wie den Berufskraftfah- rer – bei denen tatsächlich mit einem Mangel an qualifiziertem Personal zu Politik und Fachkräftemangel sorgen für Einschnitte Unternehmen hadern mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Die Rente mit 63 oder der Mindestlohn belasten sie. Momentan gibt es viele personalpolitische Themen, die Firmen direkt betreffen, jedoch von der Politik bestimmt werden. Dazu kommt der Fachkräftemangel in Deutschland. Wir befragten vier Experten zu den Themen. rechnen ist. Hier haben wir gezielt und vorausschauend in eine Image- und Ausbildungsinitiative investiert, um die Menschen wieder für diesen wich- tigen Logistikberuf zu begeistern. Harald Smolak HR-Director, Atreus GmbH Nein. Die digitale Transformation zieht sich durch alle Branchen. Im IT-Bereich beispielsweise gibt es daher einen erheb- lichen Fachkräftemangel. Auch etwa In- genieure werden händeringend gesucht. Ebenso verhält es sich in Handwerksbe- rufen, die für den Nachwuchs wenig at- traktiv erscheinen. Aus den disruptiven Veränderungen aller Märkte resultiert ein neuer Anspruch an Führungskompe- tenz – wir müssen verstärkt auf Aus- und Weiterbildung setzen. Dr. Klaus Eierhoff Beiratsmitglied, Tempton Holding GmbH Nein, er ist Realität und in der demogra- fischen Entwicklung begründet. Dabei stellt sich die Situation regional unter- schiedlich dar: In Süddeutschland haben wir in einer Hochkonjunktur nahezu Voll- beschäftigung – hier fehlen Arbeitskräf- te. In strukturschwachen Regionen dage- gen gibt es Fachkräfte. Eine Möglichkeit bietet die Zuwanderung. Wir müssen ein attraktives Zuwandererland für gut aus- gebildete Menschen werden. Hier fehlt aber noch der rechtliche Rahmen. Dirk Klädtke Geschäftsführer und Inhaber, Klädtke Metallverarbeitung GmbH Er ist kein Mythos, sondern bittere Realität. Genau hier gegenzusteuern, wird in Zukunft über mögliches Wachs- tum und Erfolg eines Unternehmens entscheiden. Wir sind im Bereich Son- dermaschinenbau tätig. Daher gibt es kaum wiederkehrende Aufgaben für die Mitarbeiter, sondern jeden Tag neue Aufgaben. Dies ist nur mit Fach- kräften darstellbar – mit angelernten Hilfskräften oder Zeitarbeit ist dies nicht ansatzweise zu bewerkstelligen. Rente mit 63 – wie wirkt sie sich auf die Unternehmen aus? Wir müssen ein attraktives Zuwandererland für gut ausgebil- dete Menschen werden. DR. KLAUS EIERHOFF Mitglied des Beirats, Tempton Holding GmbH

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