Die Mutares SE & Co. KGaA hat einen Vertrag zum Erwerb des Geschäfts der Buderus Edelstahl GmbH von der voestalpine AG unterzeichnet. Das Unternehmen soll das Segment Engineering & Technology der Mutares als neue Plattforminvestition stärken. Die Transaktion wird voraussichtlich bis zum Jahresende 2024 abgeschlossen sein.
Die 1731 gegründete Buderus Edelstahl GmbH ist ein Hersteller von hochwertigen Spezialstählen mit den Schwerpunkten Werkzeugstahl, Edelbaustahl, Freiformschmiedestücke, Gesenkschmiedestücke, Warmband, Kaltband und Walzhalbzeuge, die weltweit ausgeliefert werden.
In den Segmenten Werkzeugstahl und Edelbaustahl nimmt Buderus eine marktführende Position ein und ist bekannt für qualitativ hochwertige Produkte. Das Kundenportfolio verteilt sich auf verschiedene Branchen und Endmärkte, wie z. B. Leichtfahrzeuge, Maschinenbau, Lkw-Industrie und Windkraft.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 1.100 Mitarbeitenden einen Umsatz von ca. 360 Mio. EUR.
CIO Johannes Laumann: „Mit der Übernahme von Buderus Edelstahl stärken wir unser Segment Engineering & Technology weiter im Bereich der Stahlkomponenten und sichern uns eine eigene Stahlbasis. Durch unsere bereits jetzt bestehende Produktpalette und breite Kundenstruktur profitiert zukünftig auch Buderus Edelstahl, reduziert damit seine Abhängigkeit von einzelnen Marktrisiken und stellt sich damit für ein zukünftiges Wachstum innerhalb der Mutares-Gruppe breiter auf. Entsprechend der aktuellen Situation bei Buderus Edelstahl werden wir bei einer möglicherweise notwendigen Reduktion des Personalstandes für die betroffenen Mitarbeitenden einen entsprechenden Sozialplan mit der Belegschaftsvertretung ausverhandeln. Um die Fertigungsprozesse zu optimieren und die Kostenstruktur weiter zu verschlanken, freuen wir uns darauf, die Expertise unserer hauseigenen Berater bei der Optimierung von Fertigungsprozessen durch die Umsetzung von Best Practices aus unseren Portfoliounternehmen zu nutzen.“
Jahres-Chart:
Die Mutares SE & Co. KGaA mit Sitz in München (HQ) erwirbt mittelständische Unternehmen in Sondersituationen mit Sitz in Europa, die signifikante operative Verbesserungspotenziale aufweisen und nach einem Repositionierungs- und Stabilisierungsprozess wieder veräußert werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Konzernumsatz von 5,7 Mrd. bis 6,3 Mrd. EUR erwartet. Davon ausgehend soll der Konzernumsatz bis 2025 auf ca. 7 Mrd. EUR und bis 2028 auf 10 Mrd. EUR ausgebaut werden.
Die Aktie notiert im Regulierten Markt in Frankfurt (Prime Standard) sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei 521 Mio. EUR.