KMU: Weniger Warenexporte 2023, jedoch mehr Importe

IfM Bonn: EU-Binnenmarkt bleibt wichtigster Ex- und Importmarkt für kleine und mittlere Unternehmen

IfM Bonn: EU-Binnenmarkt bleibt wichtigster Ex- und Import-markt für die kleinen und mittleren Unternehmen
Foto:© netsay_AdobeStock

Unter den 267.000 Unternehmen in Deutschland, die im Jahr 2023 Waren exportierten, fanden sich 258.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie erzielten damit einen Umsatz in Höhe von 277 Mrd. EUR – rund 13 Milliarden weniger als 2022. Rund 62,9% aller Warenexporte von KMU entfielen dabei auf den EU-Raum. Sowohl Kleinstunternehmen (unter zehn Beschäftigten) als auch kleine und mittlere Unternehmen exportierten – wie die jeweiligen Exportquoten ausweisen – deutlich mehr Waren in den EU-Binnenmarkt als in die Nicht-EU-Staaten. Die Großunternehmen exportieren hingegen in etwa gleichem Maße in die beiden Zielregionen

Exportquote der Unternehmen 2023
(nach Unternehmensgröße und Zielregion der Exporte)

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Importbeteiligung der KMU steigt

98,4% aller Importeure von Waren (851.000) waren KMU. Ihre Anzahl steigt seit Jahren. Gleichwohl sank der Import-Warenwert 2023 (334 Mrd. EUR) im Vergleich zum Vorjahr (380 Mrd. EUR, jeweils nominal). Ebenso wie bei den Exporten dominierte – gemessen am Importwert – auch bei den Importen der EU-Raum (69,8% des Importwertes). Dies gilt für alle Unternehmensgrößenklassen. Bemerkenswert ist überdies, das die mittleren und großen Unternehmen – gemessen an der Importquote – etwa gleich viel Waren importieren.

Importquote der Unternehmen 2023
(nach Unternehmensgröße und Herkunftsregion)

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Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfM Bonn werten seit 2025 die Daten der Eurostat-Statistik “International trade in goods – trade by enterprise characteristics (TEC)” als Grundlage für ihre KMU-Statistik zu den Auslandsaktivitäten aus.

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