Für die Co-Filling Services OHG wird aktuell ein Investor gesucht. Das Unternehmen aus Halstenbek bei Hamburg musste Ende August einen Antrag auf Insolvenz stellen. Rechtsanwalt Remo Kruse von Anchor Rechtsanwälte wurde vom Amtsgericht Pinneberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt. Gemeinsam mit dem Gesellschafter, Fabian Harms, ist es ihm schnell gelungen, den Geschäftsbetrieb des Abfüll-Unternehmens aufrecht zu erhalten.
Co-Filling Services ist spezialisiert auf die Abfüllung von viskosen Medien für Lebensmittel-Hersteller. Seit der Gründung im Jahr 2008 hat sich die Firma nach eigenen Angaben eine hohe Kompetenz in der Verarbeitung von zähflüssigen Soßen, Nuss-Musen und Aufstrichen erarbeitet. Es stellt seine Leistungen den Kunden aus der Lebensmittelbranche als One-Stop-Anbieter von Prozessberatung bis zu Abfüllung und Versand zur Verfügung. Das Unternehmen verfügt unter anderem über das wichtige Zertifikat IFS Food. Aktuell beschäftigt Co-Filling Services 15 Mitarbeiter – alle mit langjähriger Berufserfahrung. „Die Auslastung mit Aufträgen ist erfreulich gut. Wir haben eine Menge zu tun. Das stimmt uns zuversichtlich für die kommenden Aufgaben“, erklärt der Gesellschafter Fabian Harms.
Erfreuliche Zahl von Interessenten
Grund für die wirtschaftlichen Probleme und den Insolvenzantrag waren die krisenbedingten Preisentwicklungen für Rohstoffe in den vergangenen Jahren. Remo Kruse hat als vorläufiger Insolvenzverwalter auch direkt Kontakt mit den Hauptkunden gesucht, um eine Fortsetzung der Geschäftsbeziehungen und einen Absatz der Produkte sicherzustellen. „Die Resonanz von unseren Geschäftspartnern ist sehr gut und wir bekommen weitere Aufträge. Auf dieser Basis können wir hervorragend weiterarbeiten und auch den strukturierten Investorenprozess weiterführen“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Remo Kruse. Verantwortlich für den M&A-Prozess ist die Hamburger Wayes GmbH & Co. KG als exklusiver M&A-Berater. „Wir haben bereits jetzt eine erfreuliche Zahl von Interessenten an der Co-Filling Services. Deswegen bin ich optimistisch, was eine stabile Fortführungslösung angeht“, so Kruse weiter.
Anchor ist ein Hybrid aus Anwaltskanzlei und Unternehmensberatung. Mit 14 Standorten und rund 150 Mitarbeitern in den Bereichen Insolvenz und Sanierung gehört die Kanzlei deutschlandweit zu den großen Restrukturierungseinheiten. Wayes ist als unabhängige Unternehmensberatung auf die zentralen Fragen des Mittelstandes spezialisiert. Die Geschäftsbereiche Restrukturierung, Verfahren, Transaktion und Transformation stehen für den erfolgreichen Wandel.